Damenverbindungen

Als Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Frauen zum regulären Studium an deutschen Universitäten zugelassen wurden, gründeten sich auch die ersten Damenverbindungen. In Würzburg gab es seit 1917 den Katholischen Studentinnen-Verein Hadeloga.
In der Weimarer Republik gab es relativ zur Gesamtzahl der Studentinnen weitaus mehr Frauen in Verbindungen als heutzutage. Die Damenverbindungen aus dieser Zeit wurden im Nationalsozialismus aufgelöst und bestehen heute nicht mehr.

Nach dem zweiten Weltkrieg dauerte es lange, bis sich neue Verbindungen für Frauen gründeten. Den Anfang machte 1976 der TTDV Ferra Floris in Münchberg. Danach folgten die ADV Merzhausia Freiburg und die VBSt Lysistrata in Berlin, um nur einige Beispiele zu nennen.
Mit der Gründung der Akademischen Verbindung Athenia Würzburg am 13.02.1994 gab es auch in Würzburg wieder eine Damenverbindung. Seit unserer Gründung haben sich etwa 50 weitere Verbindungen nur für Frauen gegründet.

Die Verbindungen sind so unterschiedlich wie ihre Mitglieder und ihre Prinzipien. Äußerlich unterscheiden sie sich durch verschiedene Farben, die sie in der Regel als breites oder schmales Band tragen (Bierband, Weinband). Einige wenige Bünde bringen ihre Verbindungszugehörigkeit durch eine Schleife oder allein durch einen Zipfelbund zum Ausdruck.

Frauenverbindungen nennen ihre aktiven Mitglieder in der Regel Mädel oder Dame und das Probemitglied Fux, Fuchs, Fähe oder Renonce. Fast alle Damenverbindungen in Deutschland nennen ihre mit dem Studium fertigen und im Berufsleben stehenden Mitglieder Hohe Dame.